Deepsoil
Die Bodenanalyse für fruchtbare Böden
einfach und effektiv
Bodenproben richtig nehmen und verpacken
Kurzfassung:
- Flächen einteilen: Gleiche Bodenart und Bewirtschaftung zusammenfassen, deutliche Unterschiede getrennt beproben.
- Probe nehmen: 4 Einzelproben im Umkreis von ca. 15 m entnehmen, gut mischen und ca. 1 kg abfüllen.
- Probenahmetiefe: Acker/Grünland 0–30 cm, Wein/Obst zusätzlich 30–60 cm, No-Till 0–10 und 10–30 cm.
- Beachten: Oberste 1–2 cm, Pflanzenreste, Wurzeln und Steine entfernen. Letzte Düngung mindestens 6 Wochen vorher.
- Verpacken: Doppelte Gefrierbeutel verwenden, sicher verschließen und in einen stabilen Karton geben.
- Beschriften: Probenname, Datum und Betriebsname zweimal gut lesbar anbringen.
- Abholung: Der Kurier bringt das Etikett mit. Ab 5 Proben ist die Abholung kostenlos.
Detaillierte Anleitung:
- Erstellung eines Beprobungsplans
Wählen Sie Flächen mit möglichst gleicher Bodenart (leicht, mittel oder schwer) und ähnlicher Bewirtschaftung in den letzten etwa zehn Jahren aus. Bodenkarten können dabei helfen, oft ist jedoch Ihre langjährige Erfahrung aussagekräftiger.
Flächen, die über längere Zeit deutlich unterschiedlich bewirtschaftet wurden, müssen trotz gleicher Bodenart getrennt beprobt werden, zum Beispiel ehemalige Pachtflächen mit Viehhaltung und eigene Flächen ohne Viehhaltung.
Nicht jedes Feld oder jeder Schlag benötigt eine eigene Probe. Flächen mit gleicher Bodenart und gleicher Bewirtschaftung können zusammengefasst werden, auch wenn sie nicht direkt aneinandergrenzen.
Kommen innerhalb eines Schlages deutlich unterschiedliche Bodenarten vor, sind mehrere Proben erforderlich. Kleine Teilbereiche, die später ohnehin nicht separat bewirtschaftet werden können, müssen nicht gesondert beprobt werden.
Teilen Sie die Probenflächen so ein, dass die daraus abgeleiteten Maßnahmen später sinnvoll und praktisch umgesetzt werden können.
- Bodenproben nehmen (ca. 1 kg/Probe)
Je nach Kultur ist der Entnahmehorizont festzulegen. Bei Acker- und Grünland liegt er üblicherweise bei 0–30 cm. Bei Dauerkulturen wie Wein oder Obst sollten zwei Horizonte beprobt werden: 0–30 cm und 30–60 cm. Grundsätzlich wird jener Bereich untersucht, in dem sich der größte Teil der Wurzeln befindet.
Wurde eine Ackerfläche seit mindestens fünf Jahren nicht mehr mischend bearbeitet, etwa bei Direktsaat oder No-Till, empfehlen wir zwei getrennte Proben: 0–10 cm und 10–30 cm. So lässt sich feststellen, ob sich im Oberboden bereits Nährstoffe oder Säuren angereichert haben.
Setzen Sie im vorgesehenen Probenbereich laut Beprobungsplan einen GPS-Punkt, zum Beispiel im Zentrum einer Fläche mit mittlerer Bodenart. Dieser dient der späteren Nachverfolgung. Ziehen Sie von dort vier Einzelproben innerhalb eines Radius von etwa 15 Metern. Mischen Sie diese in einem Eimer gründlich und füllen Sie die Mischprobe in einen Plastikbeutel. Lassen Sie den Beutel bis zum Versand offen.
Die Probenahme erfolgt mit einem handelsüblichen Spaten. Verwenden Sie keine Geräte aus Kupfer. Entfernen Sie zunächst die oberen 1–2 cm sowie alle Pflanzenreste. Stechen Sie anschließend einen Erdziegel entsprechend der Probenahmetiefe heraus, entfernen Sie die seitlichen Randbereiche und geben Sie den mittleren Teil in den Eimer. Pflanzenwurzeln und größere Steine sind auszusortieren.
Die letzte Düngung sollte mindestens sechs Wochen zurückliegen. Die Bodenfeuchte beeinflusst das Ergebnis nicht, bei eher trockenem Boden ist die Probenahme jedoch deutlich einfacher. Sie kann ganzjährig und auch während des Pflanzenwachstums erfolgen.
Zum Versand eignen sich handelsübliche 3-Liter-Gefrierbeutel. Verwenden Sie am besten zwei Beutel pro Probe, um ein Reißen zu verhindern. Beschriften Sie jede Probe gut sichtbar an mindestens zwei Stellen und verschließen Sie die Beutel sicher mit Klebeband oder Kabelbindern.
- Proben beschriften
Benennen Sie jede Bodenprobe eindeutig, am besten mit Schlagbezeichnung und Teilbereich, zum Beispiel „Hausfeld oben“. So lassen sich die Analysen später sicher zuordnen.
Bringen Sie die Beschriftung zweimal an unterschiedlichen Stellen des Probebeutels an. Verwenden Sie einen Permanentmarker oder beschriftete Aufkleber und schreiben Sie gut lesbar in Blockschrift.
Angaben auf dem Probebeutel:
- Probenbezeichnung, z. B. „Hausfeld oben“
- Probenahmedatum
- Name des Betriebes
- Proben verpacken
Die Proben in eine starke Kartonschachtel (Kartonbox) geben und gut verschließen.
Abholung der Bodenproben durch Kurierdienst
Wir bieten ein kostengünstiges europaweites Abholsystem per Kurierdienst an. Der Kurier bringt das Versandetikett mit – ein Ausdruck ist nicht erforderlich.
Verpacken Sie die Proben einfach sicher in einem stabilen Karton, verschließen Sie diesen gut und übergeben Sie ihn dem Kurier. Die Abholung erfolgt in der Regel innerhalb von fünf Werktagen. Über das genaue Abholdatum werden Sie vorab per E-Mail informiert.
Ab fünf Bodenproben pro Auftrag ist die Abholung kostenlos.